Aktuell Update Corona-Krise 01.09.2021

Neue Grundsätze ab 2. September, betrifft Bayern.

7 Tage Inzidenz Allgäu NEWS

Die 7-Tage-Infektionsinzidenz als das bisher dominierende Kriterium in der Pandemiebekämpfung wird abgelöst. Mit ihr entfallen auch alle bisher inzidenzabhängigen Regelungen. Lediglich für die Anwendung von 3G (ab Inzidenz 35 als Startpunkt) bleibt die 7-Tage-Infektionsinzidenz relevant.

Ausgenommen vom 3G-Grundsatz sind Privaträume, Handel, der ÖPNV, Veranstaltungen ausschließlich unter freiem Himmel bis 1.000 Personen, Gottesdienste sowie Versammlungen im Sinne von Art. 8 Grundgesetz. Für Schule und Kita gelten die bereits bekannten Sonderregelungen.

Die Einhaltung der 3G-Regeln muss vom Betreiber kontrolliert werden. Gäste und Besucher sowie Betreiber, die sich nicht daran halten, müssen mit einem Bußgeld rechnen.

Unter freiem Himmel gibt es künftig generell keine Maskenpflicht mehr. Ausgenommen sind lediglich die Eingangs- und Begegnungsbereiche größerer Veranstaltungen (ab 1.000 Personen).

Die bisherigen Personenobergrenzen für private und öffentliche Veranstaltungen entfallen. Für folgende Veranstaltungen (Sport, Kultur, Kongresse etc..).

In Handel, Dienstleistungen und Freizeiteinrichtungen entfallen die bisherigen quadratmetermäßigen Kunden- oder Besucherbeschränkungen. Die Maskenpflicht richtet sich nach der allgemeinen Grundregel.

Im Bereich der Beherbergung entfallen die bisherigen Einschränkungen, wonach Zimmer nur im Rahmen der Kontaktbeschränkungen vergeben werden dürfen. Im Rahmen von 3G genügt es hier, wenn Test wie bisher bei Ankunft und danach jede 72 Stunden vorgelegt werden. Im Übrigen gelten die allgemeinen Regelungen insb. zur Maskenpflicht.

Touren und Kurse im Inland und Ausland finden mit unserem Hygienekonzept statt. 
Für spezifische Verordnungen in anderen Ländern informieren wir Sie separat

Teilnehmer infomieren wir zu allen anstehenden Terminen. Alle Touren und Kurse sind weiterhin ohne Anzahlung buchbar. 

Spezielle Fragen zu Hygienekonzepten der Länder und Hütten beantworten wir Ihnen zu den jeweils aktuellen Verordnungen der Länder. Natürlich wie immer auch, über alle weiteren offenen Fragen die Sie haben.
Informationen Auswärtiges Amt
Weiterhin gilt zu unseren AGB 2021/Winter 2022:
-zu gebuchten Touren oder Kurse ist keine Anzahlung notwendig und erst zu Beginn der Tour/Reise/Kurs zu zahlen. Dies gilt seit März 2020 und weiterhin für die Saison 2021/2022.
-keine Anzahlung Saison 2021/2022
-Zahlungsziel bei Beginn und Stattfinden der Reise/Tour/Kurs
-100% Sicherheit für Euch
-Wir bleiben weiterhin kulant
-Bedingte Stornierungen durch die Corona-Krise lösen wir auch weiterhin kundenorientiert.
Sei es, wegen der Anreise aus einem anderen Land/Reisewarnung, Grenzschließungen etc.
 

Kann ich kostenlos stornieren, wenn bei der Rückreise in mein Heimatland Quarantäne besteht? JA

Kann ich kostenlos stornieren, wenn ich Kontaktperson I bin? JA

Ich möchte keinen PCR- oder Antigen-Test machen um in das Zielland der Reise einreisen zu können. Kann ich kostenlos stornieren? JA

Ich habe eine Reise in einem Gebiet gebucht wo keine Beherbergungsbetriebe wegen Corona geöffnet sind. Findet die Reise dann statt? NEIN

Ich habe wegen der weiteren Pandemieentwicklung bezgl. meiner Gesundheit bedenken. Kann ich kostenlos stornieren? JA

Kann ich kostenlos stornieren, weil ich meinen Termin verschieben möchte oder meine Urlaubsplanung ändern möchte? Nein

Lawinen-Abseits der Piste, aber mit Köpfchen

09.01.2019

Abseits der Piste, aber mit Köpfchen


Patrick Jost warnt vor dem Traum aus Weiß


Nach einer rasanten Abfahrt im Tiefschnee staubt der Pulverschnee und man schaut mit Glücksgefühlen auf seine zurückgelegte Spur. Dieses Gefühl von Ausgelassenheit kennen die meisten Powderfans, die sich abseits der gesicherten Pisten bewegen. Tiefschneefahren und Skitourengehen werden als Wintersport immer beliebter. Aber meist werden die Gefahren im freien Gelände unterschätzt, meint Bergführer Patrick Jost, staatlich geprüfter Berg- und Skiführer vom Hindelanger Bergführerbüro. Gerade zum Winteranfang und bei schönem Wetter werden die Hänge ohne viel zu überlegen zerpflügt. Ein
Risikomanagement bleibt dann meist auf der Strecke. Wenn der Hang „gehalten“ hat, wird das meist als Erfahrung und gewusst wie interpretiert. Aus der komplexen Lawinenbeurteilung weiß man aber, dass man nur mit sehr viel Puffer, also wenig Risikobereitschaft oder mit sehr hoher Risikobereitschaft sich im freien Gelände bewegen kann. Eine 100-prozentige Sicherheit wird es zum momentanen Stand der Erfahrungen nicht geben. Durch Wissen und Erfahrung kann jedoch für den Neuling und Erfahrenen das Tiefschneefahren zu einem kalkulierbaren Erlebnis werden.

Lawinenkunde lernen und Erfahrung sammeln


Die vergangenen Lawinenunglücke zeigen immer wieder, dass meist „einfache“ Fehler gemacht werden, die mit einem Basiswissen vermutlich vermeidbar gewesen wären. Schönes Wetter, glitzernder Tiefschnee, eine Lawinenwarnstufe von 3 und Wochenende sind meist der Garant für ein Lawinenwochenende. In der Lawinenkunde spricht man dann oft von einer Wahrnehmungsverzerrung. Alles ist toll, der Lift ist in der Nähe und mir kann ja heute nicht´s passieren, sind meist die Gedankengänge vom Tiefschneefahrer. Bergführer Patrick Jost, der in der Wintersaison Lawinenkunde ausbildet, weiß, dass man gerade Anfänger sensibilisieren muss. Schon nach zwei Tagen Ausbildung sieht man, dass die Teilnehmer nicht mehr nach ihrem Gefühl entscheiden, sondern nach Fakten beurteilen können. Im gesamten Alpenraum kann man sich hervorragend bei den Lawinenwarndiensten informieren. Man muss nur Wissen wie ein Lawinenlagebericht richtig interpretiert wird. Mit der aktuellen Lawinenwarnstufe, der Hangsteilheit und der Hängrichtung, auch Exposition genannt, sind eine Vielzahl von Unfällen vermeidbar. Im Risikomanagement stehen dem Anwender Entscheidungsstrategien wie Munter Methode, Snow Card oder Stop or Go zur Verfügung.

Notfallausrüstung täuscht Sicherheit vor


Am Markt befinden sich eine Vielzahl von guten Notfallausrüstungen, die meist als Sicherheitsausrüstung verstanden werden. Wenn du in eine Lawine kommst, war´s das erst mal. Mit viel Glück sind dann die Chancen höher wenn man schnell gefunden wird oder aus der Lawine bleibt, laut Bergführer Patrick Jost. Nicht in eine Lawinen kommen und wenig Risikobereitschaft zeigen, sind die besten Überlebungschancen um diesen schönen Sport möglichst lange zu betreiben. Eine Mindestausrüstung wie, LVS (Lawinenverschüttetensuchgerät), Schaufel und Sonde sind die Grundausrüstung, aber nicht die Garantie einen Unfall zu überleben.

Schneeprofil: Schichten und Schneearten erkennen