Aktuell Update Corona-Krise bis auf weiteres.

7 Tage Inzidenz Allgäu NEWS

Unsere Touren und Kurse finden im Inland und Ausland nach den behördlichen Verordnungen statt, zusätzlich mit unserem Hygienekonzept. Im Ausland sowie im Inland gelten die aktuellen Vorschriften.

Die aktuellen Einreisebestimmungen finden Sie unter: Auswärtiges-Amt Reise und Sicherheit

Bitte beachten Sie, dass bei der Durchführung oder Einreise die Vorschriften dann vorranging zu erfüllen sind. Kann der Teilnehmer einen erforderlichen Statusnachweis (Hütte, Hotel, Skilift oder an der Grenze) nicht erbringen kann vom Reisevertrag zurückgetreten werden. Für den Teilnehmer fallen die ausgeschriebenen Rücktrittskosten an. Für die Erbringung vom Statusnachweis ist nicht der Veranstalter oder vor Ort der Bergführer verantwortlich.

Mit Ihrer verbindlichen Buchung bestätigen Sie, die Statusvoraussetzungen je nach Verordnung zu Beginn und während der Tour/Kurs zu erfüllen. 
Spezielle Fragen zu Hygienekonzepten der Länder und Hütten beantworten wir Ihnen zu den jeweils aktuellen Verordnungen der Länder.

Bitte beachten Sie, dass eine Buchung trozdem verbindlich ist, auch wenn Sie keine Anzahlung leisten müssen!

Kann ich kostenlos stornieren, weil sich die Verordungen geändert haben und ich den aktuellen Status nicht erfülle? Nein

Kann ich kostenlos stornieren, wenn ich Kontaktperson I bin oder einen positiven Befund habe? Nein

Ich habe eine Reise in einem Gebiet gebucht wo keine Beherbergungsbetriebe wegen Corona geöffnet sind. Findet die Reise dann statt? Nein

Kann ich kostenlos stornieren, weil ich meinen Termin verschieben möchte oder meine Urlaubsplanung ändern möchte? Nein

Ich habe mit Freunden oder einer Gruppe gebucht, kann ich kostelos stornieren, weil z.B. ein Bekannter wegen einem positiven Befund nicht kommen kann? Nein

Lawinen-Abseits der Piste, aber mit Köpfchen

09.01.2019

Abseits der Piste, aber mit Köpfchen


Patrick Jost warnt vor dem Traum aus Weiß


Nach einer rasanten Abfahrt im Tiefschnee staubt der Pulverschnee und man schaut mit Glücksgefühlen auf seine zurückgelegte Spur. Dieses Gefühl von Ausgelassenheit kennen die meisten Powderfans, die sich abseits der gesicherten Pisten bewegen. Tiefschneefahren und Skitourengehen werden als Wintersport immer beliebter. Aber meist werden die Gefahren im freien Gelände unterschätzt, meint Bergführer Patrick Jost, staatlich geprüfter Berg- und Skiführer vom Hindelanger Bergführerbüro. Gerade zum Winteranfang und bei schönem Wetter werden die Hänge ohne viel zu überlegen zerpflügt. Ein
Risikomanagement bleibt dann meist auf der Strecke. Wenn der Hang „gehalten“ hat, wird das meist als Erfahrung und gewusst wie interpretiert. Aus der komplexen Lawinenbeurteilung weiß man aber, dass man nur mit sehr viel Puffer, also wenig Risikobereitschaft oder mit sehr hoher Risikobereitschaft sich im freien Gelände bewegen kann. Eine 100-prozentige Sicherheit wird es zum momentanen Stand der Erfahrungen nicht geben. Durch Wissen und Erfahrung kann jedoch für den Neuling und Erfahrenen das Tiefschneefahren zu einem kalkulierbaren Erlebnis werden.

Lawinenkunde lernen und Erfahrung sammeln


Die vergangenen Lawinenunglücke zeigen immer wieder, dass meist „einfache“ Fehler gemacht werden, die mit einem Basiswissen vermutlich vermeidbar gewesen wären. Schönes Wetter, glitzernder Tiefschnee, eine Lawinenwarnstufe von 3 und Wochenende sind meist der Garant für ein Lawinenwochenende. In der Lawinenkunde spricht man dann oft von einer Wahrnehmungsverzerrung. Alles ist toll, der Lift ist in der Nähe und mir kann ja heute nicht´s passieren, sind meist die Gedankengänge vom Tiefschneefahrer. Bergführer Patrick Jost, der in der Wintersaison Lawinenkunde ausbildet, weiß, dass man gerade Anfänger sensibilisieren muss. Schon nach zwei Tagen Ausbildung sieht man, dass die Teilnehmer nicht mehr nach ihrem Gefühl entscheiden, sondern nach Fakten beurteilen können. Im gesamten Alpenraum kann man sich hervorragend bei den Lawinenwarndiensten informieren. Man muss nur Wissen wie ein Lawinenlagebericht richtig interpretiert wird. Mit der aktuellen Lawinenwarnstufe, der Hangsteilheit und der Hängrichtung, auch Exposition genannt, sind eine Vielzahl von Unfällen vermeidbar. Im Risikomanagement stehen dem Anwender Entscheidungsstrategien wie Munter Methode, Snow Card oder Stop or Go zur Verfügung.

Notfallausrüstung täuscht Sicherheit vor


Am Markt befinden sich eine Vielzahl von guten Notfallausrüstungen, die meist als Sicherheitsausrüstung verstanden werden. Wenn du in eine Lawine kommst, war´s das erst mal. Mit viel Glück sind dann die Chancen höher wenn man schnell gefunden wird oder aus der Lawine bleibt, laut Bergführer Patrick Jost. Nicht in eine Lawinen kommen und wenig Risikobereitschaft zeigen, sind die besten Überlebungschancen um diesen schönen Sport möglichst lange zu betreiben. Eine Mindestausrüstung wie, LVS (Lawinenverschüttetensuchgerät), Schaufel und Sonde sind die Grundausrüstung, aber nicht die Garantie einen Unfall zu überleben.

Schneeprofil: Schichten und Schneearten erkennen